Eine Forderung wird Programm

Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir, was es bedeutet, in unserem Land arm zu sein. Die Schweiz hat seit 2010, dem Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, wichtige Fortschritte in ihrer Armutspolitik gemacht. Jetzt geht es darum, alle geplanten Massnahmen wirkungsvoll umzusetzen.

Die Veröffentlichung der ersten «Gesamtschweizerischen Strategie zur Armutsbekämpfung» durch den Bundesrat im Frühjahr 2010 und die «Nationale Konferenz zur gemeinsamen Bekämpfung der Armut» vom 9. November 2010 können als wichtige Meilensteine der Schweizerischen Armutspolitik gewertet werden.

Dennoch bleibt das meiste noch zu tun. Auf Worte müssen Taten folgen. Ausgaben für die Bekämpfung von Armut in der Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik sollen wieder als Investitionen in eine zukunftsfähige und solidarische Gesellschaft und nicht einseitig als Kostenfaktor gesehen werden.

Von Politik und Wirtschaft fordern wir:

Bund und Kantone müssen alljährlich Rechenschaft darüber geben, was sie zur Bekämpfung der Armut unternehmen. Die Sozialhilfe soll nach landesweit einheitlichen Grundsätzen festgelegt werden. Bund, Kantone und Wirtschaft sollen die Bildung von Sozialfirmen fördern. Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, finden so Arbeit und soziale Integration.

Auch Caritas engagiert sich:

Wir beobachten und überprüfen die Anstrengungen von Bund und Kantonen in der Armutspolitik. Armut muss ein Thema sein! Wir verstärken unsere Sozialberatung für Familien, die in Armut geraten. Wir verdoppeln die Zahl der Caritas-Märkte, wo arme Menschen günstig einkaufen können. Wir schaffen Sozialfirmen mit rund 1000 Arbeitsplätzen.

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